Stress + Kognitive Verhaltenstherapie

Aktualisiert: vor 52 Minuten
Stress ist einer der grössten Schlafverhinderer.
Viele Menschen leiden heute unter Angst, Alpträumen und Schlafstörungen. Eine Variante dagegenzuhalten ist die Kognitive Verhaltenstherapie, welche u.a. untersucht Gedanken und- oder Gedankenmuster, welche u.a. das Empfinden beeinträchtigen könnten, zu erfassen und zu ändern. Wer ist nicht schon einmal im Bett gelegen und konnte anhand seiner Gedanken nicht einschlafen? Wenn dieses Gedankenkarussel über Tage, Wochen und gar Monate geht, so ist nicht nur der Schlaf sondern das Leben eine grosse Herausforderung. Sehr oft fängt alles mit negativen Gedanken an und genau hier versuchen kognitive Verhaltenstherapeuten u.a. zu helfen. Man versucht mit verschiedenen Techniken die Gedanken in eine andere Richtung zu lenken, damit man u.a. einen anderen Blick auf die Geschehnisse bekommt. Kognitive Verhaltenstherapie ist aber auch ein Wegweiser um in die Entspannung zu kommen. Die Kognitive Verhaltenstherapie wird heute immer öfters bei der Behandlung verschiedener psychologischen Probleme eingesetzt. Viele Menschen haben mit dem Wort "psychologisch" wortwörtlich ein Problem. Doch hier fängt es bereits an, dieses Wort in einem anderen Kontext zu sehen und zu verstehen. Letztlich ist die Psyche bei allem in unserem Leben ein Teil und wenn es Menschen gibt, die uns dabei helfen gewisse Sachen anders zu sehen und zu verstehen und - oder zu helfen, dann ist dies ein Gewinn und Segen. Die KVT konzentriert sich auf die Denk- und Handlungsweise und versucht das Verhalten betreffender Probleme zu lösen. Ein Punkt der auch bei Schlafproblemen immer wieder vorkommt, ist die Emotion. Gedanken und Emotionen sind nah beeinander.
Die KVT wird heute bei vielen "Lebensschwierigkeiten" eingesetzt, wie u.a. Ängste, Schlaf, Beziehungsprobleme, Essstörungen, Panikstörungen, chronischen Schmerzen und vielen mehr. KVT gewinnt bei Spezialisten immer mehr an Bedeutung.
Ist es auch bei Ihnen schon einmal vorgekommen, dass ein Problem richtig fahrt aufgenommen hat und in den Gedanken zu einem riesigen und fast unüberwindbaren Berg wurde? Bei der KVT versucht man nun aus diesem Berg wieder die grösse eines "Maulwurfes" in Gedanken zu erreichen, damit man das Problem oder besser die Herausforderung lösen oder eben auflösen kann.
Ich hatte vor kurzem einen Kunden, der an sehr starken Alptrüme litt. Ich habe ihn dann zu einem Arzt verwiesen, da ich ihm leider nicht helfen konnte. Doch was sind Alpträume?
Alpträume

Unter Alpträumen versteht man Träume, welche starke negative Gefühle auslösen.
So könnte dies Ärger, Angst, Ekel aber auch Trauer sein. Meistens erwacht man dann auch daran. Es gibt aber auch belastende Träume ohne direktes Aufwachen. In vielen Fällen treten Alpträume erst in der zweiten Nachthälfte auf und beinhalten eine gut
erinnerbare Traumhandlung.
Wenn man von Alpträumen spricht, so ist der so genannte Pavor nocturnus nicht weit…
Wobei es sich hier um ein nächtliches Aufschrecken aus dem Tiefschlaf handelt und oft in der ersten Hälfte der Nacht über den «Bildschirm» geht und sich die betroffene Person meist nicht an einen Traum, sondern meist nur an einzelne bedrohliche Bilder erinnert.
Sollte die betroffene Person dann nicht gleich erwachen, so ist meistens auch das nächtliche Geschehen aus dem Gedächtnis verschwunden.
Es kann aber auch sein, dass man einfach schlechte Träume hat. Auch hier ist der Unterschied zwischen Albträumen und schlechten Träumen darin begründet, dass man von „schlechten“ Träumen nicht erwacht. Das Problem ist allerdings, dass die Schlafqualität auch bei schlechten Träumen leidet und somit auch die Trennlinie sehr dünn ist.
Treten Albträume zwischen drei bis viermal in der Woche über einen Zeitraum von ca. zwei bis drei Monaten auf, spricht man auch von einer sogenannten Albtraumstörung. Hier kommt ein weiteres Problem zum Vorschein, dass die betroffenen Personen nicht mehr schlafen wollen, um keine Albträume zu haben. (Bitte den Arzt aufsuchen und Hilfe holen!)
Die Ursachen von Albträumen könnten die folgenden sein:
Stress, Schwangerschaft, Persönlichkeitsstörungen, Schnarchen, Schlaflosigkeit, Narkolepsie, Schlafmangel, Burnout, Drogen, Alkoholentzug, REM-Schlaf-Verhaltensstörung, psychische Erkrankungen (darunter zählt man u.a. Angststörungen, Schizophrenie, Posttraumatische Belastungsstörung, Depressionen usw.), Schmerzen, Medikamente, genetische Faktoren oder neurologische Erkrankungen.
Welche Therapien werden angewendet?
U.a. :
Imagery-Rehearsal-Therapie, Eye-movement-desensitization-reprocessing-Therapie
(EMDR ), Gestalttherapie, Luzides Träumen (Klarträumen) oder auch Hypnosepsychotherapie usw.
Stress ist ein Faktor, der bei so vielem eine Rolle spielt. Auch hier sollte man darauf schauen, dass man negativen Stress sowohl reduziert und die Entspannung in den Alltag integriert.
Dies kann man u.a. durch Bewegung, Yoga, oder auch Entspannungstechniken (wie u.a. der Progressiven Muskelentspannung nach Jacobson).
Es sollte auch darauf geachtet werden, dass die Rahmenbedingungen um das Schlafen stimmen.
Weiter ist zu empfehlen, dass man ein Traumtagebuch schreibt. Einerseits kann ein Spezialist darin allenfalls bestimmte Muster oder Gegebenheiten erkennen aber das Schreiben selbst kann für die betroffene Person auch eine Unterstützung in der Verarbeitung der Träume sein.
Verfolgt, verletzt, bedroht und vieles mehr… Alpträume können einem aus dem Schlaf reissen und aufs Gemüt schlagen. Meistens kann man lernen damit umzugehen oder schlechte Träume umzuformen.
Falls Sie mehr darüber erfahren möchten, so können Sie dies im Buch: «Schlafen, die Königsdisziplin» .
Wenn Albträume oft auftreten und diese die Befindlichkeit und den Schlaf stärker beeinträchtigen, sollte professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden.
Ich wünsche Ihnen eine ganz tolle Woche.



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